Thuringia.MyCulture. Individuelle Erfurt-Stadtführung mit Augmented Reality

Thuringia.MyCulture. Individuelle Erfurt-Stadtführung mit Augmented Reality

[Anzeige – in freundlicher Kooperation mit der Thüringer Tourismus GmbH]

Als ich diesen Blog vor drei Jahren ins Leben gerufen habe, da war es mir ein Anliegen, Erfurt aus neuen Blickwinkeln zu zeigen. Ich habe bewusst die Position der Zugezogenen eingenommen und angefangen, meinen Entdeckungsstreifzug durch die Straßen und Gassen der Stadt hier zu dokumentiert.

Zu Beginn war das alles noch ziemlich holprig. Doch im Laufe der Zeit ist es mir immer besser gelungen, Erfurt aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Und auch heute noch steht dieser Anspruch ganz oben auf unserer Agenda: Die Stadt bewusst wahrnehmen, genau hinschauen – und einfach mal einen Schritt nach links oder rechts gehen, um eine neue Sicht auf die Dinge einzunehmen.

unterwegs in Erfurt

Ein ganz ähnliches Credo verfolgt auch die Thüringer Tourismus GmbH, die in ihrer Tourist-Infomation am Willy-Brandt-Platz seit Dezember 2017 eine ziemlich spannende virtuelle und interaktive Ausstellung bietet. Hier, im Showroom „360Grad Thüringen Digital Entdecken“ kannst du nicht nur mit einem Roboter durch das Bundesland reisen, sondern auch mittels Virtual Reality-Brille ins Geschehen eintauchen.

Als Ergänzung hat die TTG nun auch eine App herausgebracht. Damit kannst du nicht nur noch mehr im Showroom entdecken, sondern auch Erfurt auf völlig neue Weise unsicher machen. Ich hatte die Ehre, „Thuringia.MyCulture.“ schon im Vorfeld testen zu dürfen.

Mit Smartphone und Augmented Reality durchs mittelalterliche Erfurt

Ob du Android-Fan oder iPhone-Jünger bist, ist piepegal. Die App findest du in beiden Stores kostenfrei unter „Thuringia.MyCulture.“.

Nach der Installation kann es direkt losgehen. Entweder mit der Tour „Thüringer Persönlichkeiten“, die dir spannenden Zusatz-Input in der Tourist Information liefert (beispielsweise, dass der älteste Duden aus Thüringen kommt!). Oder mit der „Zeitreise ins Mittelalter“, die dich einmal kreuz und quer durch den historischen Stadtkern von Erfurt führt.

Jessika Fichtel von Feels like Erfurt im Showroom „360 Grad Thüringen digital entdecken“

Ich gebe ehrlich zu, dass dieses Mittelalter-Thema normalerweise nicht mein Steckenpferd ist. Manchmal finde ich es auch etwas schade, wenn Erfurt darauf „reduziert“ wird. Aber kombiniert mit Augmented Reality – also erweiterter Realität – und unterhaltsam verpackt in einer App – das klingt doch mal vielversprechend, oder?

Erfurt immer wieder neu entdecken

Selbstverständlich richtet sich die App „Thuringia.MyCulture.“ in erster Linie an Touristen, die sich Erfurt anschauen wollen. Ich bin aber der Meinung, dass so manch zugezogener Erfurter und auch alteingesessene Puffbohnen mithilfe dieser virtuellen Stadtführung noch einiges dazu lernen können.

Falls du jetzt Angst vor staubtrockenem Geschichtsunterricht hast, kann ich dich beruhigen. „Thuringia.MyCulture.“ hat es mehrmals geschafft, mich zum (laut) Lachen und zum Staunen zu bringen. Beispielsweise als am Augustinerkloster plötzlich Martin Luther vor mir stand oder aus den Bierlöchern am Haus zum Stockfisch Stroh heraushing. Ziemlich spannend war für mich außerdem die Erkenntnis, dass viele Redewendungen und Sprüche, die jeder von uns kennt, eine Verbindung zu Erfurt haben.

Unterwegs in Erfurt mit der App „Thuringia.My Culture“

Ein Beispiel gefällig? Was es im Mittelalter bedeutet hat, „die Kurve zu kratzen“ kannst du heute noch sehr gut in der Waagegasse nachvollziehen. Mehr wird jetzt aber nicht verraten. Du sollst die Tour schließlich selbst machen und dabei Erfurt (noch einmal völlig neu) entdecken.

Thuringia.MyCulture. Dein individueller Kulturreiseführer

Die Stopps, die auf der Tour „Zeitreise ins Mittelalter“ liegen, können von dir in eine individuelle Reihenfolge gebracht werden. Wenn dir ein Ort – aus welchen Gründen auch immer – so gar nicht zusagt, kannst du ihn auch einfach auslassen und zum nächsten gehen. So entsteht eine flexible Stadtführung. 

Diese ist ganz auf deine Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten und hat nichts mit Massenabfertigung oder blökenden Touristenherden zu tun. Stattdessen: Flexibilität und jede Menge Freiräume zur persönlichen Entfaltung. Yeah!

Sandmann-Figur hinter der Krämerbrücke in Erfurt - Ein guter Ort für ein Selfie zur Erinnerung
Der Sandmann hinter der Krämerbrücke: Immer wieder ein guter Ort für ein Selfie zur Erinnerung

Und wie funktioniert die App nun genau?

App, Augmented Reality, Mittelalter? Du verstehst noch immer nur Bahnhof? Kein Problem, ich erklär dir gern nochmal, wie die App funktioniert.

  • Lade dir die App „Thuringia.MyCulture.“ kostenfrei im App Store beziehungsweise Play Store herunter
  • Wähle eine der beiden Touren aus
  • Starte die Tour
  • Begib dich zu einem der Orte in Erfurt, die in der Karte markiert sind
  • Klicke auf „In der Nähe“, um zu sehen, was du hier entdecken kannst
  • Nutze den AR Scanner, um etwas zu erfassen
  • Schau, was passiert
Unterwegs in Erfurt mit der App „Thuringia.My Culture“
Zwischen den einzelnen „Scan-Stationen“ ist immer auch genügend Zeit für ein paar Erinnerungsfotos :-)

Wenn du es bisher nicht so mit der Technik hattest und lieber mit Stadtplan bewaffnet umhergezogen bist, kann ich dich beruhigen: Wenn du den Dreh einmal raus hast, funktioniert die App „Thuringia.MyCulture.“ ganz intuitiv. Trotzdem würde ich dir raten, deine Eltern oder Großeltern damit nicht allein loszuschicken, sondern die Gelegenheit für einen gemeinsamen Familienausflug zu nutzen.

Auch ich hab mich am Anfang hin und wieder verklickt und musste mich erst einmal in die Materie reinfuchsen. Doch nachdem das Scannen ein paar mal geklappt hat und auf meinem Smartphone plötzlich die erweiterte Realität, Rätsel, 360°-Aufnahmen und noch einiges mehr erschienen, war der Knoten geplatzt. Es macht schlichtweg Spaß!

Mein Fazit? 

Ich stehe auf Gegensätze. Die Idee, das mittelalterliche Erfurt mithilfe einer Augmented Reality-App neu aufleben zu lassen, stieß darum direkt auf offene Ohren bei mir.

Und tatsächlich: Im Test konnte ich feststellen, dass das Konzept wirklich so mitreißend ist, wie ich es mir vorgestellt hatte: Frisch, individuell und vor allem ziemlich kurzweilig. Die knackigen Anekdoten, die die App erzählt, vermitteln Wissen auf einem sehr leichten, eingängigen Weg. Vieles, was ich bei meinem Stadtrundgang gelernt habe, hat sich regelrecht in mein Gedächtnis eingebrannt, sodass ich es mühelos an andere weitergeben konnte.

Goldhelm-Eis vom Eiskrämer auf der Krämerbrücke
Mein „Geil, jetzt gibt’s Goldhelm-Eis“-Gesicht

Was bleibt abschließend noch zu sagen? Eigentlich nicht viel, nur: Wenn du auch nur ein bisschen neugierig geworden bist, dann solltest du „Thuringia.MyCulture.“ unbedingt mal ausprobieren. Auch wenn du vielleicht schon jeden Stein in Erfurt zweimal umgedreht hast – diese Art des Entdeckens wird dir sicherlich wieder mal ein paar neue Eindrücke liefern. 

Ich wünsche dir viel Spaß dabei.


Liebste Grüße,

Jessi

Fotos: Dominik Saure | Thüringer Tourismus GmbH

About Jessi
Jessi ist seit drei Jahren Wahl-Erfurterin. Ihren Wohnortwechsel hat sie zum Anlass genommen, einen Blog (über die Thüringer Landeshauptstadt) zu starten. Wenn sie sich nicht gerade um ihr Baby Feels like Erfurt kümmert, arbeitet sie als freiberufliche Autorin und schreibt an ihrem Erstlingsroman.