Unterwegs im Andreasviertel

Unterwegs im Andreasviertel

Wenn ich Erfurt-Touristen so etwas wie einen Geheimtipp empfehlen müsste, dann wäre es ein Besuch im Andreasviertel. In nächster Nähe zum Domplatz befindet sich ein kleines Areal, das mit seinen Kopfsteinpflaster-Gassen und farbenfrohen Häusern zum Spaziergang einlädt. Was viele nicht wissen: Es hat nicht viel gefehlt und das Adreasviertel, das nach dem Krieg und zu Zeiten der DDR ziemlich heruntergekommen war, wäre dem Erdboden gleich gemacht. Die Mehrheit der Häuser war unbewohnbar und konnte als Ruine bezeichnet werden. Wir haben es ein paar mutigen und engagierten Erfurtern zu verdanken, dass wir auch heute noch durch das historische Viertel wandeln und viele tolle Eindrücke sammeln können.

Wie aus dem Ei gepellt

Nach der Wende war vor der Wiedergeburt des Andreasviertels. Mit der Wiedervereinigung erhielt die historische Bausubstanz ein komplettes Makeover. Heute erstrahlt es in neuem Glanz und ist eine echte Augenweide. Dennoch glaube ich, dass bei weitem nicht jeder – erst recht nicht alle Touristen – dem Andreasviertel die Beachtung schenken, die es verdient hat. Nördlich vom Domplatz gelegen stellt es einen kleinen Umweg auf der typischen Route Richtung Anger dar und ist von „außen“ relativ unscheinbar. Für alle, die es noch nicht ins Andreasviertel geschafft haben oder den Zauber dieser Gegend im Laufe der Zeit aus den Augen verloren haben, habe ich in diesem Blogpost ein paar Fotos von meiner letzten Tour zusammengestellt.

 

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Ich finde, dass das Andreasviertel einen Hauch Italien-Charme versprüht. Diese petrolblauen Fensterläden sind ein guter Beweis dafür.

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Farbenfrohe Fassaden sind im Andreasviertel keine Seltenheit.

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„Haus zum…“ Im Andreasviertel (und auch in vielen anderen Gegenden der Erfurter Altstadt) haben die Häuser individuelle Namen. Es handelt sich hierbei um die Vorläufer der modernen Hausnummern. Ich liebe es, durch die Gassen zu schlendern und die Augen nach witzigen Namen offen zu halten.

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Urbane Natur oder natürlich urban?

 

Wenn euch die Geschichte vom Andreasviertel interessiert, empfehle ich euch dieses Video. Es zeigt die Veränderung des historischen Stadtkerns und macht deutlich, dass es heute keinesfalls eine Selbstverständlichkeit ist, dass wir die wunderschönen Gassen erkunden können.

Fotos: © Jessika Fichtel | Feels like Erfurt

Jessi About Jessi
Jessi ist seit zwei Jahren Wahl-Erfurterin. Ihren Wohnortwechsel hat sie zum Anlass genommen, einen Blog (über die Thüringer Landeshauptstadt) zu starten. Wenn sie sich nicht gerade um ihr Baby Feels like Erfurt kümmert, arbeitet sie als freiberufliche Autorin und schreibt gerade an ihrem Erstlingsroman.

5 Gedanken zu „Unterwegs im Andreasviertel

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