Was passiert jetzt eigentlich mit dem Strandgut?

Was passiert jetzt eigentlich mit dem Strandgut?

Es ist nun schon wieder ein paar Wochen her, dass der Freund und ich auf einem Streifzug zwischen Zughafen und Bahnhof beim Strandgut unter der Tromsdorffstraßenbrücke gelandet sind. Zu meiner Schande muss ich gestehen: Es war mein allererstes Mal. Gehört hatte ich schon viel von diesem wunderbaren Ort, der als eine Art urbane Wohlfühl- und Streetart-Oase angepriesen wurde. Warum ich noch nicht früher dort war? Keine Ahnung. Was ich jedoch mit absoluter Gewissheit sagen kann: Ich war enttäuscht.

Eine (ehemalige) Stadtoase für Erfurter

Die Grundidee vom Strandgut – die Einladung zu „Begegnung, Spiel, Spaß, Gärtnern und Kulturaktionen“ – finde ich absolut genial. Schade ist, dass sie scheinbar über die Wintermonate verlorengegangen ist. Das Strandgut, das ich vor ein paar Wochen besucht habe, war keine Stadtoase für Erfurter, sondern ein dunkler Ort voller Glasscherben im Sand. Dass man sich hier erholen und Spaß haben kann, konnte ich mir (leider, leider) nur schwer vorstellen.

Der Weg runter zum Strandgut verspricht ein kleines Abenteuer

Es tut sich was im Strandgut Erfurt

Gerade weil ich es so schade und auch enttäuschend fand, regte sich in mir unmittelbar nach dem Besuch eine Frage: Wie geht es weiter mit dem Strandgut? Soll es das gewesen sein oder geht da vielleicht doch noch was? Gibt es in Erfurt irgendwo Menschen, die die Oase wieder aufblühen lassen wollen?

Ich entschied mich dazu, mich mit meinen Fragen an den Kulturlotsen von Erfurt, Dietmar Schwerdt, zu wenden. Wie erhofft, erhielt ich von ihm auch prompt eine Antwort. Seiner Aussage nach ist „geplant, das sich das Strandgut als Verein gründet und dann als rechtliche Person zusammen mit mir [also dem Kulturlotsen, Anm. d. R.] ein Betreiber-Konzept entwickelt, welches X Veranstaltungen im Jahr ermöglicht.“ Dieser Schritt ist notwendig, weil die Stadt einen konkreten Ansprechpartner für offizielle Veranstaltungen im Strandgut benötigt.

Wann genau der entscheidende Schritt – also die Gründung des Strandgut-Vereins – gegangen wird, konnte mir Dietmar leider nicht sagen. Er hofft aber, dass sich in naher Zukunft etwas tut und dann vielleicht noch in diesem Jahr eins, zwei Veranstaltungen stattfinden können. Bis dahin kann das Strandgut zu jeder Zeit auf eigene Gefahr besucht werden.


Liebste Grüße,
Jessi

Fotos: © Jessika Fichtel | Feels like Erfurt

Jessi About Jessi
Jessi ist seit zwei Jahren Wahl-Erfurterin. Ihren Wohnortwechsel hat sie zum Anlass genommen, einen Blog (über die Thüringer Landeshauptstadt) zu starten. Wenn sie sich nicht gerade um ihr Baby Feels like Erfurt kümmert, arbeitet sie als freiberufliche Autorin und schreibt gerade an ihrem Erstlingsroman.

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