Da wo der Senf zu Hause ist: Ein Tag mit BORN Senf in Thüringen

Da wo der Senf zu Hause ist: Ein Tag mit BORN Senf in Thüringen

Inhaltsübersicht
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*Werbung: Dieser Artikel ist durch eine Kooperation mit BORN Senf entstanden.

Ob süß oder scharf, körnig oder fein, zur Bratwurst oder im Salatdressing: Es gibt wohl kaum ein Lebensmittel, das die Thüringer: innen so schätzen wie ihren Senf. Selbst als Wahlerfurter:in wird einem die Liebe regelrecht antrainiert, denn Thüringen is(s)t Senf. Genauer gesagt BORN. Seit 1820 schon produziert der Senfhersteller BORN in Erfurt seine unverkennbar würzigen Pasten. Heute, rund 200 Jahre später, ist die Marke ein fester Bestandteil der Thüringer Esskultur – und auch über die Landesgrenzen hinaus ist BORN Senf bekannt und beliebt! Wir haben dem Unternehmen einen Besuch abgestattet und den Senf auf seiner Reise vom Feld bis auf die Bratwurst begleitet. Und wisst ihr was? Dafür mussten wir das Bundesland nicht einmal verlassen. Von der Saat bis zum Becher, stammen alle Zutaten aus Thüringen und werden lokal verarbeitet. Verdammt cool, oder?!

Die Marke BORN Senf und ihre Werte

der regionale Senf-Anbau von BORN

Senfsaat, Wasser, Essig, Salz und Gewürze: vielmehr braucht es eigentlich gar nicht, um Senf herzustellen. Doch damit das ganze am Ende auch schmeckt, gehört noch einiges mehr dazu. Von Luft und Liebe mal ganz abgesehen. Entscheidend ist nämlich nicht bloß, welche Zutaten zu Senf verarbeitet werden, sondern auch wo diese herkommen. Versteht uns nicht falsch – mit Sicherheit können wir die Senfsaat aus Thüringen geschmacklich nicht von der aus Osteuropa unterscheiden – doch ob diese zwischen Anbau und Produktion rund 50 km oder aber 1.000 km zurückgelegt hat und entsprechend mehr Treibhausgase produziert, wirkt sich massiv auf unser Genusserlebnis aus: Ohne Gewissensbisse isst es sich einfach leichter. BORN Senf setzt voll auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Regionale Kreisläufe, klimaneutrale Produktion, Ausgleichspflanzungen und Elektrofahrzeuge machen BORN zu einem echten Vorreiter auf dem Gebiet. Aber genug geschwärmt – wir nehmen euch mit aufs Feld und zeigen euch, wo der BORN Senf seinen Ursprung hat.

Ressourcenschonende Landwirtschaft: Die Senffelder von BORN

blühendes BORN Senf-Feld

BORN bezieht seine Gelb-Senfsaaten zu 100% aus Thüringen, genauer aus Großvargula, einem kleinen Örtchen etwa eine halbe Stunde mit dem Auto von Erfurt entfernt. Genau hier haben wir uns mit dem Senfbauern Herrn Hunstock verabredet, der seit nunmehr 20 Jahren Senfsaat auf seinen Ackerflächen anbaut. Aber warum wird der Senf gerade hier angebaut? Die Antwort hat weniger mit der Bodenbeschaffenheit, als vielmehr mit der strategisch günstigen Lage Großvargulas zu tun. Von hier aus sind es nämlich gerade einmal 30 km bis zum Erfurter Kreuz, wo die Senfkörner letztendlich zu Senf weiterverarbeitet werden. Kaum zu glauben! Großer Pluspunkt sind also die kurzen Transportwege: Jährlich können so etwa knapp 80 Tonnen CO₂ eingespart werden. Zeitgleich wird durch den Senfanbau in Großvargula die regionale Wirtschaft gestärkt – so ist die Freude am Ende auf allen Seiten groß. 

das BORN Senf-Feld

Ausgesät wird die Senfsaat übrigens im März, im Mai verwandelt sich der Acker von Bauer Hunstock dann in ein leuchtend gelbes Blütenmeer. Bei einer Größe von insgesamt 200 Fußballfeldern ist das kaum zu übersehen und eine echte Augenweide – leider haben wir diesen Anblick zeitlich knapp verfehlt. Geerntet wird der Senf dann im August. Dann sind die Körner ordentlich scharf und können in Erfurt weiterverarbeitet werden. Damit der Senf auch ordentlich gedeiht, setzt das Unternehmen ausschließlich Düngemittel ein, die präzise auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmt sind.

Auch eine Bewässerungsanlage gibt es nicht: „Das wäre hier mit einem vertretbarem Aufwand an Ressourcen nicht machbar. Da verlassen wir uns lieber auf Petrus“, scherzt Bauer Hunstock. Sein umweltschonender und bewusster Umgang hat dem Unternehmen BORN übrigens das Siegel „Sehr gut“ im Ökotest beschert. 

O‘zapft ist: Wie der Senf in den Becher kommt

BORN Senf vom Feld in den Eimer

Nächste Station unserer Reise: Das BORN Werk am Erfurter Kreuz. Hier wird die Senfsaat mit all den anderen Zutaten zu Maische angesetzt und schlussendlich abgefüllt. Im BORN Werk angekommen, fällt uns direkt der gigantische Wassertank des Unternehmens in Form eines Senfbechers ins Auge – verdammt witzig, finden wir. Nach einer Mittagspause auf der Dachterrasse, die einen herrlichen Blick auf die Wachsenburg gewährt, geht es für uns dann auch schon direkt ins Herz der Senffabrik: die Produktion. Hier sausen die Becher, Tuben und Gläser in Windeseile über die Fließbänder. Kleiner Fun Fact am Rande: Im klassischen Mittelscharfen Senfbecher befinden an die 7.000 Senfkörner. Das ist wirklich ne ganze Menge! 

die Produktion von BORN Senf

Seit Januar 2020 ist das BORN Werk übrigens komplett klimaneutral. Strom wird aus der werkseigenen Photovoltaikanlage gespeist, alte Kartonagen werden recycelt und auch die Senfbecher an sich können, nach vorschriftsmäßiger Entsorgung und Mülltrennung recycelt werden. Doch nicht nur in Sachen Verpackung und Produktion wird auf Nachhaltigkeit und wenig Schnickschnack wert gelegt: ähnliche Ziele verfolgt BORN auch mit dem Inhalt seiner Becher. So wird auf künstliche Aromen, Süßstoffe oder ähnliches gänzlich verzichtet. Außerdem schrotet BORN anders als manch andere Senfhersteller:innen, das komplette Senfkorn, um  Abfall- und Nebenprodukte weitestgehend zu vermeiden und das Korn ganzheitlich zu verarbeiten.

Solaranlagen von BORN Senf

Ihr merkt schon: Wir sind Fans von dem Nachhaltigkeits- und Umweltbewusstsein des Unternehmens auf allen Ebenen. Haben wir schon erwähnt, dass ein Teil der Mitarbeiter:innen mit Elektroautos unterwegs sind? Was sich nicht vermeiden oder reduzieren lässt, versucht BORN durch Baumpflanzaktionen auszugleichen. Diesen Ansatz finden wir wirklich klasse!

Der gute Stoff: Wo es die Spezialitäten zu kaufen gibt

der BORN-Senf-Laden in Erfurt

Was vielen gar nicht bewusst ist: BORN steht mittlerweile für so viel mehr als Senf. Egal ob Ketchup, Grillsoßen, Dips, Essig oder Spirituosen: das Sortiment des Feinkost Unternehmens wächst und wächst. Kein Wunder also, dass die Produktpalette von BORN mittlerweile einen ganzen Laden füllen kann. Im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem Wenigemarkt in Erfurt befindet sich der BORN Senfladen  – ein kleines Geschäft, in dem ihr, ausgestattet mit Probierlöffelchen nach Herzenslust BORN Produkte verkosten und eben auch einkaufen könnt. Besonderes Sommer-Highlight hier: Das Senf-Eis. Schmeckt besser, als es klingt. Das BORN Eis ist nicht bloß eine ausgefallene und großartige Abkühlung für heiße Sommertage, sondern auch super nachhaltig: Statt in Waffeln oder Papierbechern werden die Kugeln hier in alten Senfbechern gereicht. Macht optisch richtig was her und schont die Umwelt – Win Win also. 

Und auch sonst könnt ihr im Senfladen auf dem Wenigemarkt echt nachhaltig einkaufen: So habt ihr die Möglichkeit, frisch gezapften Senf in mitgebrachte Gefäße abzufüllen. Luftdicht im Schraubglas aufbewahrt, behält die Paste seine unverkennbare Schärfe. Wer die „Tankstelle“ einmal ausprobiert hat, wird bestätigen können, dass der Vorgang nicht nur unheimlich Spaß macht, sondern auch der Senf, ähnlich wie ein frisch gezapftes Bier, hier ganz besonders lecker schmeckt. 

Senf Verkostung im Senfladen von BORN

Wir haben es uns nicht nehmen lassen und uns selbst ein Gläschen gezapft. Die gelbe Würzpaste kam am Bratwurststand unserer Wahl direkt als Topping zum Einsatz. Danke BORN, für diesen leckeren Abschluss und die zahlreichen Eindrücke! Macht weiter so!

klassische Kombi - Bratwurst mit BORN Senf

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