Engagiert in Erfurt: Der MitMenschen e.V. und das Jugendhaus Renne

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*Anzeige: Dieser Artikel ist in Kooperation mit dem Erfurter SpendenParlament entstanden.

Seit ein paar Monaten weht nun schon frischer Wind durch die Flure des Mehrgenerationenhauses am Moskauer Platz. Hier hängen nämlich die Ergebnisse eines Graffiti-Projekts des Jugendhaus Renne – ein Erfurter Freizeitdomizil im Norden der Stadt mit Angeboten für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 27 Jahren. Und wir sagen mal so: Die Werke können sich wirklich sehen lassen! Dargestellt sind Themen, die die jungen Künstler:innen selbst bewegen. Von psychischer Gesundheit, über Medien, Familie, Freundschaft, Jugendsprache und bis hin zur Umwelt ist wirklich alles dabei.

Aber erstmal alles auf Anfang. Wir haben Nadine und Lennard vom Jugendhaus Renne getroffen, um mehr über ihre Arbeit mit den Kindern und den Jugendclub an sich zu erfahren. 

Das Jugendhaus Renne als vielseitige Freizeiteinrichtung 

Das Jugendhaus Renne gibt es bereits seit 2003. Es ist eine von vielen sozialen Einrichtungen des MitMenschen e.V.. Die Mission, mit der sich der Jugendclub gründete, ist auch 20 Jahre später unverändert: Es gilt, einen Rückzugsort für Kinder und Jugendliche im Erfurter Norden zu schaffen. Nadine und Lennard, Betreuer:innen der Renne, haben über die Jahre ein vielfältiges Programm und Konzept auf die Beine gestellt, damit es im Jugendhaus niemals langweilig wird. Entstanden ist eine Spielwiese für Kinder und Jugendliche mit Fitnessmöglichkeiten, Airhockey und Kickertisch, Malecke, Musikraum sowie eigenen Computer- und Konsolenbereichen. 

Doch trotz (oder gerade wegen) der vielfältigen Möglichkeiten ist die Betreuung manchmal gar nicht so leicht, verraten Lennard und Nadine im Gespräch: “Täglich spazieren zwischen 20 und 30 Kinder zur Türe hinein, die sich am liebsten alle gleichzeitig vor die Switch, den Computer oder die PlayStation hocken würden. Natürlich wollen wir, dass die Kinder den sicheren Umgang mit Medien lernen. Trotzdem versuchen wir als Ausgleich und Kontrast auch Angebote zu schaffen, die die Kinder in die Natur bringen. Wir zeigen ihnen, welche Blumen am Straßenrand wachsen und wie man ein Zelt aufbaut.”. 

Auch Sport, Kunst und Musik sind damit wichtige Bestandteile der Jugendarbeit in der Renne. Während Lennard beispielsweise einen Raum mit Fitnessgeräten eingerichtet hat, widmet sich Nadine der Kunst und schafft verschiedene Kreativangebote für die Jugendlichen: “Ich habe selbst Kunst studiert und gehe hier einfach total auf. Die Bilder der Kinder sind immer ein Spiegel ihrer Gefühle. Nicht jedes Kind redet über seine Sorgen und Probleme, doch die Ergebnisse auf der Leinwand verraten ganz ganz viel.” Auch Lennard berichtet über ähnliche Erfahrungen: “Die Jugendlichen schütten mir während des Trainings ihr halbes Herz aus, sie reden über Karriereplanung und Gruppendynamiken. Das passiert ganz unbewusst.”

Von offenen Ohren und schwierigen Zeiten

Dass Lennard und Nadine nicht nur unverzichtbare Freizeitgestalter:innen, sondern auch wichtige Gesprächspartner:innen für die Kinder sind, macht den Stellenwert ihrer Arbeit deutlich, gerade weil viele der Kinder und Jugendlichen in der Renne aus sozial benachteiligten Familien stammen: “Es ergeben sich immer wieder wichtige Gespräche, die einen wissen lassen, warum man diese Arbeit macht.” Was man Nadine und Lennard außerdem von Sekunde Eins anmerkt: Die Freude und das Herzblut, mit dem die beiden bei der Sache sind. So sind sie stets darauf bedacht, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen, was gerade nach Corona kein leichtes Unterfangen ist. Vor Corona haben viel häufiger ganze Cliquen die Angebote in der Renne wahrgenommen. Heute kommen die Jugendlichen eher vereinzelt oder in kleinen Grüppchen. Durch Teambuilding und Gemeinschaftsaktivitäten versuchen Nadine und Lennard die Jugendlichen wieder näher zusammenzubringen. Egal ob durch gemeinsames Grillen im Sommer, eine Runde Fußball oder durch einen Ausflug zur Kletterhalle. 

Foto: AWO

Radau, Halligalli und Kunst: Graffitiprojekt meets Straßen- und Jubiläumsfest

Auch das Graffiti-Projekt des Jugendhauses reiht sich in die Aufführung der verschiedenen Aktivitäten ein, ist aber nur eine von vielen Aktionen, die die Renne organisiert (hat).  Begleitet wurde das Graffiti-Projekt im vergangenen Jahr (23. September 2022) übrigens von einem bunten, integrativen Straßenfest der AWO im Erfurter Norden – könnte fast nicht schöner sein, oder?! Große und kleine Besucher:innen waren einen Nachmittag lang dazu eingeladen, sich mit Graffitis an den Leinwänden zu verewigen und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. “Eigentlich hat man den ganzen Nachmittag überall nur kleine Kinder mit Müllsäcken übergestülpt rumwuseln sehen. An jeder Ecke hat jemand anderes mit einer Graffiti-Dose gesprüht. Überall war Nebel. Das war wirklich eine ganz besondere Atmosphäre.”, erinnert sich Nadine. Ganz nebenbei konnten die Kinder jede Menge über Gestaltung, Farben und Kooperation lernen. On top war auch für musikalische Acts, leibliches Wohl und Spiele gesorgt. Geht’s noch besser?! 

Foto: AWO

Klingt für uns ganz danach, als wäre das Graffiti-Projekt der Renne ein voller Erfolg gewesen. Die Ergebnisse können noch bis Ende des Monats im Mehrgenerationenhaus des MitMenschen e.V. bestaunt werden. Schau ansonsten auch gerne im Jugendhaus selbst vorbei – das Freizeitdomizil ist immer auf der Suche nach engagierten Helfer:innen und neuen Mitgliedern. 

Wann: Mo: 14:00 bis 19:00 Uhr | Di bis Fr: 13:00 bis 19:00 Uhr
Wo: Moskauer Str. 83A, 99091 Erfurt (Aufgrund von Umbauarbeiten befindet sich das Jugendhaus Renne derzeit in der Moskauer Straße 84 im Kita Keller).

Das Jugendhaus Renne und das ErfurterSpendenparlament

Dass das Graffiti-Projekt der Renne überhaupt stattfinden konnte, ist zu großen Teilen auch dem Erfurter SpendenParlament zu verdanken, das das Jugendhaus Renne im vergangenen Jahr finanziell unterstützt hat. “Nur so konnten wir Anschaffungen wie Leinwände und Farben tätigen. Das Schöne daran ist, dass wir auch heute noch davon zehren. Die Farben, die wir mit den Mitteln des SpendenParlaments gekauft haben, sind längst nicht aufgebraucht. So denke ich fast jeden Tag an das Erfurter SpendenParlament und ihre großzügige Unterstützung.”, bringt es Nadine auf den Punkt. Du hast selbst Ideen für Projekte, bist aber noch auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit für die Umsetzung? Noch bis zum 30. April hast du die Möglichkeit, deine Idee beim Erfurter SpendenParlament einzureichen. Wir drücken die Daumen!

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