Raus in die Natur: 5 tolle Wander- und Tagesausflüge ab Erfurt

Inhaltsübersicht

Dieser Artikel ist in Kooperation mit der Abellio GmbH enstanden.

Endlich ist es soweit: Das 49-Euro-Ticket ist da! Damit kannst du nicht nur quer durch Erfurt fahren, sondern auch Thüringen und den Rest der Bundesrepublik erkunden. Von der schnellen Mitte Deutschlands – wie man die Thüringer Landeshauptstadt dieser Tage nennt – in die weite Welt. Was die Zuganbindungen angeht, ist Erfurt wirklich spitzenmäßig aufgestellt und damit der ideale Startpunkt für Entdeckungstouren und Wanderausflüge – egal in welche Himmelsrichtung. Wir haben dir einmal eine bunte Mischung an Wander- und Ausflugszielen zusammengestellt, die problemlos und bequem mit den Zügen von Abellio zu erreichen sind und sich hervorragend für einen Tagesausflug innerhalb Thüringens oder nach Sachsen-Anhalt eignen. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken! 

Foto: Abellio

An der Saale hellem Strande: Die Rudelsburg bei Bad Kösen

Anschrift: Am Burgberg 33, 06628 Naumburg (Saale)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr | Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr

So kommst du hin: Vom Erfurter Hauptbahnhof sind es bis Bad Kösen gerade einmal knapp 40 Minuten (mit den Linien RE16, RE17 oder RB20 von Abellio in Richtung Halle/Leipzig). Angekommen, geht es 50 Minuten zu Fuß weiter bis zur Rudelsburg. Da der Wanderweg insgesamt wirklich gut ausgeschildert ist, kannst du einfach der Wegmarkierung folgen. 

Wer sich schon immer mal wie ein:e Schlossherr:in fühlen wollte,  ist auf der Rudelsburg bei Bad Kösen goldrichtig. Obwohl die Rudelsburg aus dem 12. Jahrhundert stammt, ist sie noch immer gut erhalten. Dank der meterdicken Steinmauern hielt die Burg mit Bravour, Schlachten, Zeit und höfischem Treiben stand. Heute ist das historische Bauwerk ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher:innen von nah und fern und lädt zum Lustwandeln und Flanieren. Unser Vorschlag: Eine kleine, aber feine Wanderung zur Festungsruine.

Wenn du uns fragst, ist der Bahnhof in Bad Kösen der perfekte Ausgangspunkt für dieses Unterfangen. Von hier aus sind es gerade einmal 3,5 Kilometer bis zur Burg. Die Anbindung von Erfurt ist auch ganz fabelhaft. Abellio bringt dich im 30-Minuten Takt nach Bad Kösen. 

Während dich der Wanderweg von Bad Kösen zur Rudelsburg zunächst ein gutes Stück entlang des Saaleufers führt, stapfst du kurze Zeit später bereits durch lichte Wälder, umgeben von sattem Grün. Wer abkürzen möchte, wählt zwischen Kurpark und Loreleypromenade die Personenfähre und setzt direkt aufs andere Ufer über. Am Ziel angekommen, bietet sich dir eine herrliche Aussicht auf das Saaletal und du kannst nach Lust und Laune durch die Burggemäuer streifen. Durch den relativ seichten Anstieg ist der Ausflug übrigens auch perfekt für Familien mit Kindern geeignet.

Doch ein Ausflug zur Rudelsburg lohnt sich nicht nur wegen Natur und Kultur, sondern auch in kulinarischer Hinsicht: Im historischen Ambiente der Burg werden im Burgrestaurant Rudelsburg regionale und deftige Spezialitäten aufgetischt. Besonders angetan hat es uns der urige Freiluft-Biergarten. Ein echtes Highlight auf der Getränkekarte: Pils im 5l (!) Bierkrug. Na dann Prost! Auf dich! 

Du hast noch nicht genug? Wer mag, kann auf dem Rückweg von der Rudelsburg noch einen Abstecher zum Gradierwerk in Bad Kösen machen. Während der gigantische Holzbau früher der Salzgewinnung diente, werden die solehaltigen Dämpfe heutzutage zur Freiluftinhalation genutzt. Also bitte einmal tief durchatmen! 

Gothas Hausberg zu Fuß erkunden: Der Krahnberg 

So kommst du hin: Vom Erfurter Hauptbahnhof sind es mit den Zügen von Abellio gerade einmal 20 Minuten bis nach Gotha (RB20 Richtung Eisenach). Von hier aus startet deine Wandertour durch die verschiedenen Wohnviertel, den Schlosspark Gothas, und Streuobstwiesen bis du nach ca. 40 Minuten den Startpunkt des 25 Kilometer langen Rundwanderwegs erreichst. 

Der Krahnberg bei Gotha ist aus vielerlei Gründen einen Tagesausflug Thüringen wert. Zwar ist bekanntermaßen der Weg das Ziel, wir finden dennoch, dass es keinesfalls schaden kann, im Vorfeld die ein oder andere Anlaufstelle ausfindig zu machen, an der entweder eine Rast eingelegt oder aber die atemberaubende Schönheit der Umgebung besonders gut genossen werden kann. Wir empfehlen unbedingt einen Stopp am Bürgerturm einzulegen. Wer den Aussichtsturm mit seinen unterschiedlichen Plattformen (10, 20 und 30 Meter Höhe) erklimmt und den Blick in die Ferne schweifen lässt, wird mit einer fantastischen Aussicht über die Dächer Gothas und die Baumwipfel des Thüringer Waldes belohnt. Anders als viele andere Aussichtstürme ist der Bürgerturm außerdem rund um die Uhr geöffnet und kostenfrei begehbar – deinem Besuch hier oben steht also nichts im Wege!

Dass so eine Wanderung bei strahlendem Sonnenschein natürlich am meisten Spaß macht, steht außer Frage. Sollte sich das Wetter jedoch mal nicht von seiner besten Seite zeigen oder plötzlich umschlagen, bietet der nahegelegene Müller Tempel, ein reich verzierter Pavillon mit Kuppeldach, Schutz und Möglichkeit, den mitgebrachten Wegproviant im Trockenen zu verzehren und eine kleine Pause einzulegen. Selten haben wir so einen romantischen Ort gesehen! Ganz gleich ob bei leuchtend blauem oder grauem Himmel! 

Du hast den Proviant daheim vergessen? Kein Problem! Der Wanderweg führt dich direkt an der Gaststätte Berggarten (Mo – So von 11:00 bis 21:00 Uhr) vorbei. Neben regionalem Bier gibt es hier auch gutbürgerliches Essen. Schnitzel mit Pommes, Rinderrouladen, Braten mit Sauerkraut und Klößen – wer es deftig mag, kommt im Berggarten Gotha voll auf seine:ihre Kosten. Doch auch selbst gebackene Kuchen und leckere Eisbecher erwarten dich hier. Lass es dir also schmecken! 

(Wein)wandern: Die Weinterrassen in Freyburg

So kommst du hin: Vom Erfurter Hauptbahnhof gelangst im Stundentakt mit den Zügen von Abellio nach Freyburg (mit dem RE16, dem RE17 oder der RB20 Richtung Halle/Leipzig bis Naumburg und anschließender Weiterfahrt mit der RB77 Richtung Freyburg).

„Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“, schrieb einst schon Goethe. Und wer wagt es, dem Dichter und Denker da zu widersprechen? Allen Weinliebhaber:innen unter euch, können wir daher einen Tagesausflug nach Freyburg nur ans Herz legen. Warum? Weil Weinkultur hier seit mehr als 1.000 Jahren großgeschrieben wird. Das idyllische Städtchen in Sachsen-Anhalt befindet sich inmitten des nördlichsten Weinanbau-Gebiets Europas (Saale-Unstrut) und ist im wahrsten Sinne des Wortes von Rebstöcken umzingelt. Dass man in Freyburg also hervorragend(en) Wein trinken kann, ist kaum zu bestreiten. In regelmäßigen Abständen finden hier Wein- und Winzer:innenfeste statt, bei denen sich die ganze Region in eine einzige Weinmeile verwandelt. Ein feuchtfröhliches Spektakel, das du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest! 

N Sekt vielleicht? Falls du es noch nicht gewusst hast: Auch die berühmte Sektkellerei „Rotkäppchen“ befindet sich in Freyburg. Doch damit nicht genug: Am 15. Mai 2023 öffnet auch die neue Rotkäppchen Erlebniswelt ihre Pforten! Auf zwei Etagen kannst du hier alles über Deutschlands bekannteste Sektmanufaktur in Erfahrung bringen und verschiedene Geheimnisse der Sektherstellung lüften – eine Kostprobe ist da natürlich inklusive. 

Doch nicht nur das Wein- und Sektverköstigen in Freyburg hat seinen Reiz: Die umliegenden Weinberge liefern darüber hinaus die perfekte Kulisse für eine idyllische Wanderung. Freu dich auf echte Toskana-Vibes. Also nichts wie los! Es gibt wirklich viele tolle Wanderrouten, die in Freyburg starten, dich an urigen Weinkellern, üppigen Weinterrassen und herrlichen Aussichten vorbeiführen. Wer beispielsweise mehr über die Geschichte des Weinanbaus erfahren möchte, begibt sich auf den 12 Kilometer langen Weinlehrpfad Richtung Laucha. Und unser Geheimtipp: Die Rundwanderung zum Rödelplateau (ca. 8 Kilometer). Wer Pferde mag und schon immer einmal, welche in freier Natur sehen wollte, kann hier mit etwas Glück echten Wildpferden begegnen. Die fühlen sich auf dem spärlich begrünten Muschelkalkfelsen nämlich pudelwohl. 

In Luthers Fußstapfen: Eine Wanderung zur Wartburg in Eisenach

Anschrift: Auf der Wartburg 1, 99817 Eisenach | Zu den Öffnungszeiten
Eintritt in die Burg: 12 Euro Vollzahler:innen | 8 Euro Studis & Azubis | 5 Euro Schüler:innen

So kommst du hin: Vom Erfurter Hauptbahnhof sind es mit der RB20 gerade einmal 40 Minuten bis nach Eisenach. Von hier aus kannst du entweder zu Fuß den Weg Richtung Wartburg einschlagen. Alternativ kannst du aber auch den Bus nehmen (Linie 3) und deine Wanderung am Fuße der Wartburg beginnen. 

Die fast 1.000  Jahre alte Wartburg ist unumstritten eines der Highlights im Thüringer Wald. Majestätisch thront sie über Eisenach. Wusstest du, dass hier einst schon der berühmte Martin Luther durch die alten Gemäuer und prunkvollen Säle wandelte? Nicht? Dann kannst du auf diesem Tagesausflug Thüringen noch viel lernen!

Wer der UNESCO-Welterbestätte also bisher noch keinen Besuch abgestattet hat, sollte dies schleunigst nachholen – die Wartburg ist in unseren Augen nämlich eines der Thüringer Must-Sees. Außerdem lässt sich der Besuch der weltberühmten Burg ganz hervorragend mit einer Wanderung vom Bahnhof in Eisenach verbinden. Vorbei an den herrlichen Villen der Südstadt, erbaut im Historismus und Jugendstil, wird es Schritt für Schritt grüner und grüner, bevor es zügig bergauf geht. Nach etwa einer Stunde Wegzeit (der Wanderweg ist gut ausgeschildert) hast du das Objekt deiner Begierde erreicht und stehst selbst mitten auf der Wartburg. Die Außenanlage der Burg kann übrigens kostenlos besucht werden. Wer zusätzlich das Innere der Burg besichtigen möchte, um u. a. einmal den berühmt berüchtigten Tintenfleck Luthers zu betrachten, braucht allerdings ein Ticket. Der Legende nach soll Luther hier mit einem Tintenfass nach dem Teufel höchstpersönlich geworfen haben. 

Und wenn wir schon bei Legenden sind: Wer einmal in Eisenach ist, sollte unbedingt auch der sagenumwobenen Drachenschlucht einen Besuch abstatten. Der Geschichte nach hat hier (ca. 40 Minuten Fußweg von der Wartburg entfernt) einst der heilige Georg, Schutzpatron von Eisenach, gegen einen riesigen Lindwurm gekämpft, der in der engen Felsenklamm hauste. 

Tatsächlich hat sich hier aber über Jahrmillionen ein Bach tief in die Felsen unterhalb der Wartburg gegraben – entstanden ist so eine 200m lange, wildromantische Schlucht, die nur über Gitterstege begehbar ist. Gut zu wissen: Die Drachenschlucht ist an manchen Stellen gerade einmal 70 cm breit – Bauch einziehen also nicht vergessen! 

Panorama pur: Der Rundwanderweg „Hohe Linde“ bei Sangerhausen

So kommst du hin: Innerhalb einer Stunde gelangst du bequem und nachhaltig mit den Zügen von Abellio zum Bahnhof in Sangerhausen (RB59 Richtung Sangerhausen/RE10 Richtung Magdeburg). Der Weg zum Rundwanderweg führt dich durch eine Ansammlung kleinerer Gärten. Der Start des Rundwanderweges kennzeichnet eine Wanderkarte. Folge ab jetzt dem Rundwanderweg „Hohe Linde“. 

Hast du Lust auf ein kleines Abenteuer außerhalb Thüringens? Dann ist der Rundwanderweg „Hohe Linde“ genau das Richtige für dich! Wer mit dem Zug von Erfurt nach Sangerhausen in Sachsen-Anhalt fährt, steigt aus und wandert direkt los. Vorbei an blühenden Gärten und den satten Wäldern der südlichen Harzvorlandschaft, dauert es nicht lange bis du das erste Highlight des rund 10 Kilometer langen Rundwanderweges erreichst: Die Moltkewarte. Hierbei handelt es sich um einen 26 Meter hohen Aussichtsturm aus Kalkstein, welcher Besucher:innen eine herrliche Sicht auf die Umgebung beschert (Öffnungszeiten: Fr 12:00 bis 18:00 Uhr, Sa-So 12:00 bis 20:00 Uhr). Das Treppensteigen hier hoch lohnt sich also! Doch selbst wenn du weniger Glück haben solltest und der Turm bei deinem Besuch geschlossen ist, eignen sich die Bänke und Sitzmöglichkeiten rund um die Moltkewarte hervorragend für eine kleine Verschnaufpause. 

Genug Kraft getankt? Dann führt dich der Weg schon bald wieder aus dem Wald hinaus . Die Landschaft scheint binnen weniger Gehminuten wie verwandelt: Statt dichter Wälder tun sich grüne, weitläufige Wiesen vor dir auf. Mittendrin ragt ein kahler und pyramidenförmiger Berg gen Himmel – die „Hohe Linde“, eine gigantische Berghalde, die auf den früheren Abbau von Kupferschiefer in der Region zurückzuführen ist. Hier lagern, mitten im Nirgendwo, mehr als 20 Millionen Tonnen Gestein, aufgeschichtet zu einem etwa 150 Meter hohen Berg. Die ganze Szenerie wirkt wahrlich etwas unwirklich und gleichzeitig beeindruckend. Der Aufstieg auf den Gipfel des heutigen Industriedenkmals ist nur im Rahmen einer geführten Besteigung offiziell erlaubt (Nächster Termin: 20.08.2023). Doch selbst vom Fuße des grauen Gesteinskegels lässt sich das eine oder andere besondere Foto schießen. Haben wir zu viel versprochen? 

Noch nicht genug? Auf gut-mit-zug.de findest du noch mehr Wandertouren und weitere, spannende Ausflugsziele in deiner Region!

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