Vinyl-Geheimtipp: Musikfundgrube am Juri-Gagarin-Ring

Vinyl-Geheimtipp: Musikfundgrube am Juri-Gagarin-Ring

Shoppen ist in einer Beziehung ja immer ein heikles Thema. WĂ€hrend ich lieber online oder alleine oder gar nicht einkaufe, schleppt mein Freund mich immer, wenn er bei mir in Erfurt ist, mit in seinen liebsten Laden: Die Musikfundgrube am Juri-Gagarin-Ring. Zwischen 8 000 und 10 000 Platten stehen hier im GeschĂ€ft. Zwischen 8 000 und 10 000 Minuten verbringen wir hier durchschnittlich pro Besuch, denn man muss sich ja jede Platte einzeln ansehen. Im Ladenraum gibt es nĂ€mlich keinen TontrĂ€ger zwei Mal – im Lager, wo die andere HĂ€lfte des Vinyls steht, ist zumindest die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Inhaber Peter Eckhardt dir deine eigentlich vergriffene Platte herauskramen kann. Wenn nicht, dann schreibt er sich den seltenen Titel in das große WĂŒnsche-Buch auf seinem kleinen Ladentisch und zaubert sie eines Tages aus dem Nichts hervor. Der Großteil der Kundenanfragen ist bereits abgehakt, denn Peter Eckhardt hört nie auf, bei GroßhĂ€ndlern oder Kollegen, auf FlohmĂ€rkten und in Börsen Ausschau danach zu halten.

AC/DC, Motörhead & Iron Maiden

Zumindest fĂ€llt mir das Warten in der Musikfundgrube nie allzu schwer, denn die Playlist wird quasi liebevoll zusammengestellt und ist ganz nach dem Geschmack von  Peter und Sabine – seiner Frau – und den Kunden, die diese Bands auch am liebsten mögen: Von AC/DC, Motörhead und Iron Maiden, ĂŒber Pink Floyd bis hin zu den Beatles und Stones. Generell verkaufen sich die 60er, 70er und 80er hier am besten. SelbstverstĂ€ndlich finden sich in so einer Masse aber auch aktuelle Musiker wie Tim Bendzko oder der Erfurter Clueso oder völlig andere Genres wie Jazz, Blues, Klassik oder Schlager (wenn auch nicht im selben Umfang). Damit möchten Peter und Sabine Eckhardt ihrer breitgefĂ€cherten Kundschaft begegnen. Von 15-80 Jahren sei alles dabei und innerhalb der Generationen die verschiedensten Vorlieben: Oldiefreaks im besten Alter ( 😉 ), Hausfrauen, die Heino hören oder Punkrock liebende Studenten.

Verkaufe oder tausche deine Platten

Wer seine Plattensammlung nicht vergrĂ¶ĂŸern, sondern aufrĂ€umen möchte – oder beides gleichzeitig – der ist hier auch genau an der richtigen Adresse. Im GeschĂ€ft kannst du deine Platten verkaufen oder gegen einen Warenwert tauschen, der höher ist als der ausgezahlte Betrag. Und keine Sorge, wenn du nicht sofort fĂŒndig wirst: Dann bekommst du einen Gutschein. 😊 Aber Achtung: Peter Eckhardt kann keine Platten annehmen, die außer dir auch sonst keiner möchte (als Beispiele nennt der Rock-Fan die Amigos oder Frank Schöbel).
FĂŒr SchnĂ€ppchenjĂ€ger ist es außerdem ratsam, die Facebook-Seite der Musikfundgrube liken, denn dort wird einmal monatlich das „Angebot des Monats“ gepostet, derzeit beispielsweise „4 DVDs zum Preis von 3″. Und  ja, tatsĂ€chlich gibt es in der Musikfundgrube mehr als Platten zu entdecken: CDs, DVDs, BĂŒcher und Videokassetten stehen hier auch in den Regalen. ;)

Nicht verpassen: Record Store Day

Am 22.04. nimmt die Musikfundgrube zum zweiten Mal am Record Store Day teil. Dann hast du von 09.00-14.00 Uhr die Möglichkeit, in haufenweise limitierten Artikeln stöbern, die es nur an diesem Tag in ausgewĂ€hlten unabhĂ€ngigen PlattenlĂ€den (und garantiert nicht in großen Ketten!) zu bekommen sind. Die Liste der jeweiligen Platten ist bereits online, allerdings ist es immer eine GlĂŒckssache, was davon tatsĂ€chlich in der Musikfundgrube erhĂ€ltlich sein wird, denn keinem der PlattenlĂ€den steht alles davon zur VerfĂŒgung.
Ab 15.00 Uhr spielt zum Abschluss des Tages GĂŒnter von Dreyfuß fĂŒr die GĂ€ste.


Liebste GrĂŒĂŸe,

Elisa

Fotos: Elisa Donatt | Feels like Erfurt 

About Elisa
Elisa ist Erfurter Ersti – sowohl an der Uni als auch in der Stadt. Und weil man beim Studieren nicht genug zu tun hat (und vielleicht auch, weil sie lieber schreibt als paukt), ist sie nun bei Feels like Erfurt gelandet. Hier nimmt sie dich mit ins Erfurter Studentenleben, denn „Wer gut studieren will, der komme nach Erfurt“, das sagte schon Martin Luther. Und damit wird er ja nicht nur das Campusleben gemeint haben, oder?!